Arme in der Armutsfalle

Erinnert sich noch jemand an die Mikrokredite? Diese tolle Idee, dass man mit der Armut schon ein Geschäft machen müsse, um sie zu lindern, was ihr auch prompt den Friedensnobelpreis (endlich ein paar Hungerleider befriedet?) eingebracht hat? Die taz jedenfalls macht es und bringt gleich zwei Artikel zum Thema (externe Links, alle Zitate aus ebd.) – denen man einiges entnehmen kann.

Na wenigstens etwas! 😉

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Rausschmeißen gegen Arbeitslosigkeit

Die Kapitalisten präsentieren es gerne stolz als ihren Beitrag zu einem angeblichen Gemeinschaftswerk, dass sie Lohnarbeiter einstellen – deswegen gefällt ihnen ja auch die Bezeichnung Arbeitgeber für sie so sehr. In dieses Horn stößt jetzt auch wieder (externer Link) der Chef der DIHK, Hans Heinrich Driftmann:

Wenn wir jetzt den Arbeitsmarkt entfesseln, können wir die Arbeitslosigkeit nicht nur kurzzeitig auf deutlich unter drei Millionen drücken.

„Entfesseln“ zeigt dabei an, wo es lang geht; vom angesprochenen nationalen Wir wird die Umsetzung bzw. die Akzeptanz von „fünf unbequemen [!] Forderungen“ erwartet. Und zwar, damit die Kapitalisten ihrer ehrenvollen Aufgabe nachkommen können, Arbeit zu geben. Die Hindernisse, welche Hans Heinrich Driftmann dabei ausmacht, sind allerdings bezeichnend. Zum einen soll es ein unerträgliches Hindernis für das Arbeit geben sein, dass diejenigen, denen da gegeben wird, wegen ein paar staatlichen Einschränkungen bei ihrer Benutzung, damit sie sich als Lohnarbeiter und als Staatsbürger reproduzieren können, nicht uneingeschränkt und rund um die Uhr für ihre kapitalistische Benutzung bereit stehen. Soviel dazu, wer hier wem Arbeit gibt. Und soviel auch dazu, was der Zweck dabei ist, wenn Kapitalisten Lohnarbeiter anstellen: nämlich, dass diese für sie durch ihre Arbeit deren Geld vermehren.

(C) by B.U.G.P.A.P.I.E.R.

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Das Öl im Golf von Mexiko

Über die Berechnungen des Geschäfts, die BP veranlasst haben, vom Meeresgrund aus nach Öl zu bohren, steht alles in der Zeitung: Die derzeitige Höhe des Ölpreises macht den investiven Aufwand rentierlich. Für den US- Staat sind nationale Ölfelder ohne fremde Transitländer ein Mittel zur strategischen Unabhängigkeit von diesem kostengünstigsten Energieträger. Die zuständigen Aufsichtsbehörden haben das Geschäft von „Big Oil“ genehmigt, obwohl eine Verseuchung des Meeres bei der Ölförderung notwendigerweise dazugehört. So lange diese in den „normalen“ Grenzen bleibt, läuft das Geschäft wie geschmiert.

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