Diskussion in Wien: Arbeitslosigkeit: alle brauchen Arbeit, viele finden keine – eine doppelte Gemeinheit der Marktwirtschaft!

Mittwoch 15. April 2015, 19:00

Diskussionsveranstaltung in Zusammenarbeit mit dem GLB
Arbeitslosigkeit: alle brauchen Arbeit, viele finden keine –
eine doppelte Gemeinheit der Marktwirtschaft!

Werkl im Goethehof
Schüttaustraße 1-39/6/R02
1220 Wien (Anfahrt)

Ankündigung:

Alle brauchen Arbeit – viele finden keine. Man kann das – und befindet sich dann in „bester Gesellschaft“ – für ein Problem halten und sich vorstellen, eine aktive Arbeitsmarktpolitik, eine Senkung der Lohnnebenkosten, eine Umverteilung des „knappen Guts“ Arbeit durch Arbeitszeitverkürzung, oder was auch immer, wären die passende Antwort.
Über eine gewisse Absurdität muss man sich dabei allerdings schon hinwegsetzen: Wenn es nicht mehr so viel zu tun gibt, das Nötige von weniger Leuten in kürzerer Zeit zu erledigen ist – warum braucht dann überhaupt jeder Arbeit, und noch dazu viele vollgepackte Arbeitsstunden, um leben zu können? Dass weniger Arbeit ersparte Mühe bedeutet: Warum gilt die Gleichung nicht?
Den Gründen dafür wollen wir in der Veranstaltung nachgehen. Es wird zu zeigen sein, dass die allseitige Sorge um die Arbeitslosigkeit nicht mit einer Sorge um die Arbeitslosen zu verwechseln ist, dass es näher besehen ein vernichtendes Urteil über eine Gesellschaft ist, wenn in ihr ausgerechnet Arbeitslosigkeit ein Problem ist.

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Arme in der Armutsfalle

Erinnert sich noch jemand an die Mikrokredite? Diese tolle Idee, dass man mit der Armut schon ein Geschäft machen müsse, um sie zu lindern, was ihr auch prompt den Friedensnobelpreis (endlich ein paar Hungerleider befriedet?) eingebracht hat? Die taz jedenfalls macht es und bringt gleich zwei Artikel zum Thema (externe Links, alle Zitate aus ebd.) – denen man einiges entnehmen kann.

Na wenigstens etwas! 😉

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Rausschmeißen gegen Arbeitslosigkeit

Die Kapitalisten präsentieren es gerne stolz als ihren Beitrag zu einem angeblichen Gemeinschaftswerk, dass sie Lohnarbeiter einstellen – deswegen gefällt ihnen ja auch die Bezeichnung Arbeitgeber für sie so sehr. In dieses Horn stößt jetzt auch wieder (externer Link) der Chef der DIHK, Hans Heinrich Driftmann:

Wenn wir jetzt den Arbeitsmarkt entfesseln, können wir die Arbeitslosigkeit nicht nur kurzzeitig auf deutlich unter drei Millionen drücken.

„Entfesseln“ zeigt dabei an, wo es lang geht; vom angesprochenen nationalen Wir wird die Umsetzung bzw. die Akzeptanz von „fünf unbequemen [!] Forderungen“ erwartet. Und zwar, damit die Kapitalisten ihrer ehrenvollen Aufgabe nachkommen können, Arbeit zu geben. Die Hindernisse, welche Hans Heinrich Driftmann dabei ausmacht, sind allerdings bezeichnend. Zum einen soll es ein unerträgliches Hindernis für das Arbeit geben sein, dass diejenigen, denen da gegeben wird, wegen ein paar staatlichen Einschränkungen bei ihrer Benutzung, damit sie sich als Lohnarbeiter und als Staatsbürger reproduzieren können, nicht uneingeschränkt und rund um die Uhr für ihre kapitalistische Benutzung bereit stehen. Soviel dazu, wer hier wem Arbeit gibt. Und soviel auch dazu, was der Zweck dabei ist, wenn Kapitalisten Lohnarbeiter anstellen: nämlich, dass diese für sie durch ihre Arbeit deren Geld vermehren.

(C) by B.U.G.P.A.P.I.E.R.

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