Wien 9.5.17, Donald Trump: Ein neuer Führer für das großartigste Volk der Welt

Dienstag 9. 5. 2017 um 19:00
im Neuen Institutsgebäude (NIG) Hörsaal 2, Universitätsstraße 7, 1010 Wien

Donald Trump: Ein neuer Führer für das großartigste Volk der Welt

Den neuen US-Präsidenten hält die zivilisierte Welt – abgesehen vielleicht von Russland, England und den rechten und rechtsradikalen Parteien Europas – für eine Katastrophe; seine Wähler für Blödmänner, die auf einen Scharlatan hereinfielen. Das mächtigste Office des Globus hält sie für komplett fehlbesetzt, denn für sie sitzt da nicht nur eine Reality-TV-Figur, ein politisch unerfahrener Immobilien-Milliardär, der nicht auf seine Fachleute und auf die Geheimdienste hört, sondern ein notorischer Lügner, Hetzer, Rassist, Sexist und Egomane. Hyper-Nationalist, Populist und Un-Demokrat sind noch die politischsten unter den Verurteilungsformeln für einen Politiker, den man gar nicht als Staatsmann, sondern als narzistische Privatperson wahrnimmt; eine Figur, die man nicht ernst nehmen kann und doch fürchten muss.

Dieser selbstgerechten Verachtung, dem psychologisierenden Lächerlich-Machen und Verteufeln des Wahlsiegers soll auf der Veranstaltung widersprochen werden.
Unser Angebot: Im Unterschied zu allen nationalistischen Liebhabern der demokratischen Staats¬form können wir erklären,
– was Donald Trump meint, wenn er von „the people“ spricht;
– warum er und halb Amerika davon ergriffen ist, dass er als Milliardär sich mit amerikanischen Fabrikarbeitern eins und einig präsentiert;
– wieso er als Inhaber des höchsten aller institutionalisierten Ämter ausgerechnet die Institutionen und Ämter der USA als „Establishment“ beschimpft und so manche von ihnen nach Kräften bekämpft.
– welche Mission für sein Volk und seine Nation er nämlich verfolgt, wenn er mit dem, was er beiden versprochen hat, im Amt ernst macht.

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Wien, 16.03.: Der Fall Griechenland: Vom Euro ruiniert – um Euro-Kredit kämpfend – am Euro-Regime scheiternd – ein Lehrstück über Kredit und Macht in Europa

GEGENARGUMENTE – Vortrag und Diskussion
Amerlinghaus/Saal im Hof, Stiftgasse 8, 1070 Wien
Mittwoch, 16.03., von 19:00 bis 22:00

Wie es zum Staatsbankrott Griechenlands hat kommen können, ist für den öffentlichen Sachverstand kein Rätsel. Das Land hat „über die Verhältnisse gelebt“ und zwar so gut wie jeder seiner Insassen. Die deutsche Regierung besteht gegen den Widerstand der uneinsichtigen Syriza-Regierung auf der Alternativlosigkeit der Direktive „Griechenland muss sparen“. Für die linke Regierung in Athen ist der von Schäuble und Co. angedrohte Ausschluss aus dem Euro offenbar schlimmer als alles, was dem griechischen Volk für dessen Vermeidung an neuen Opfern abverlangt wird. Sie lässt sich letztendlich zur „Vernunft“ bringen. Die deutsche Regierung nutzt die Widerspenstigkeit der Regierung in Athen als Gelegenheit, den innereuropäischen Imperialismus ein Stück weit voran zu bringen, indem sie die gemeinsame europäische Währung als Hebel einsetzt, sich in die Position des Oberaufsehers über das gemeinsame Europa zu hieven.

Im Vortrag soll es darum gehen, woran Griechenland tatsächlich gescheitert ist, was man daraus über die Währungsunion und ihre letzten Fortschritte lernen kann, womit sich die „erste linke Regierung Griechenlands“ hat erpressen lassen und was man am Fall Griechenlands über die Demokratie lernen kann.

nähere Informationen unter http://www.gegenargumente.at

8. September 2015 | Die FPÖ und ihre Freiheit

Der ROTE MITTWOCH lädt (ausnahmsweise für Dienstag) ein:

Die FPÖ und ihre Freiheit:

Eine längst überfällige Kritik der Freiheitlichen Partei Österreichs und ihrer Hohen Werte wie Volk, Heimat und „nationale Identität“, die nicht nur bei ihren Anhängern einen viel zu guten Ruf genießen.

Zeit: Dienstag 8. September, 19 UHR
Ort: Amerlinghaus, 1070 Wien, Stiftgasse 8 , Galerie 1.Stock

Kommende Termine in Wien (Juni): Griechenland & TTIP

10.06.15, 19:00: Der politische Kampf um die „Rettung Griechenlands“ – Über Geld, Kredit und Macht im Europa des Euro
WERKL IM GOETHEHOF
Schüttaustraße 1-39/6/R02, 1220 Wien
Ankündigungstext unter: rotermittwoch.wordpress.com

17.06.15, 19:00: TTIP: Konkurrenz um eine neue Weltwirtschaftsordnung
Mehr Freiheiten für das Kapital im Dienste der führenden Weltwirtschaftsmächte

Amerlinghaus, 1070 Wien Stiftgasse 8 , Saal im Hof

Wien, 08.04.2015: Der Staatshaushalt: Herrschaftsprogramm Kapitalismus

Zeit: Mittwoch | 8.April 2015 | 19:00 Uhr
Ort: Amerlinghaus (Teestube 1.Stock rechts) | Stiftgasse 8 | 1070 Wien

Thema: Der Staatshaushalt: Herrschaftsprogramm Kapitalismus

Bei unserer letzten Veranstaltung zum Thema Griechenland war Thema, wie ein EU-Staat für die Kreditwürdigkeit des Euros über seinen Haushalt seine Gesellschaft „kaputtsparen“ muss, indem er wesentliche Voraussetzungen seines Kapitalstandortes (Sozialstaat, Beamte, Bildungswesen usw.) ruiniert.

Die weiterführende Frage, was dann der Zweck und Gehalt eines Staatshaushalts ist, drängt sich dabei auf.

Das ganze Budget ist das in Zahlen gegossene Programm der demokratischen Herrschaft, Land und Leute zu einem (besonders in Konkurrenz zu anderen Staaten) tauglichen Kapitalstandort herzurichten.

Wir möchten uns dabei nicht der eher faden Übung befleißigen, immer darauf hinzudeuten, dass es „immer nur um den Gewinn“ geht. Das machen Moralisten, Philanthropen, Pfaffen und andere Vertreter des Konsumverzichts negativ, d.h. als Bejammerung – ebenso wie positiv alle Minister rund um den Meister der Finanzen, die betonen, daß ohne Gewinn und „Wachstum“ gar nix geht. Letztere beteuern vielmehr, dass sie mit dem Einsatz der „Mittel“ für das Wachstum immer nur Gutes für die Menschheit bewirken. Die ist nämlich erstens zuständig dafür, daß es Wachstum gibt, also Gewinne gemacht werden und soll auch noch einsehen, daß ihr Wohl und Wehe ausschließlich daran hängt.

Stattdessen soll es darum gehen, zu erklären, wie sich aus diesem Zweck Art und Zusammensetzung von Ausgaben und Einnahmen ergeben und warum dabei notwendigerweise immer eine Differenz bleibt, die dann mit Staatsverschuldung ausgeglichen wird.

Der Charakter der Staatsschuld und die damit stattfindende Konkurrenz der Staaten um den Kredit samt den damit gegebenen Widersprüchen ist etwas völlig anderes als der Privathaushalt. Wie man als Konsument und Normalverbraucher mit Schulden konfrontiert ist, unterscheidet sich sehr gründlich von der Verschuldung des Souveräns:

Staatsschulden sollen Reichtum vermehren, während Schulden beim gewöhnlichen Konsumenten ein vorgezogener Konsum sind, den man durch späteren Konsumverzicht wieder wettmachen muss – im besten Falle, wenn nämlich die Zahlungsfähigkeit intakt bleibt.

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Termine im gesamten deutschsprachigen Raum unter: http://www.contradictio.de/blog

Diskussion in Wien: Arbeitslosigkeit: alle brauchen Arbeit, viele finden keine – eine doppelte Gemeinheit der Marktwirtschaft!

Mittwoch 15. April 2015, 19:00

Diskussionsveranstaltung in Zusammenarbeit mit dem GLB
Arbeitslosigkeit: alle brauchen Arbeit, viele finden keine –
eine doppelte Gemeinheit der Marktwirtschaft!

Werkl im Goethehof
Schüttaustraße 1-39/6/R02
1220 Wien (Anfahrt)

Ankündigung:

Alle brauchen Arbeit – viele finden keine. Man kann das – und befindet sich dann in „bester Gesellschaft“ – für ein Problem halten und sich vorstellen, eine aktive Arbeitsmarktpolitik, eine Senkung der Lohnnebenkosten, eine Umverteilung des „knappen Guts“ Arbeit durch Arbeitszeitverkürzung, oder was auch immer, wären die passende Antwort.
Über eine gewisse Absurdität muss man sich dabei allerdings schon hinwegsetzen: Wenn es nicht mehr so viel zu tun gibt, das Nötige von weniger Leuten in kürzerer Zeit zu erledigen ist – warum braucht dann überhaupt jeder Arbeit, und noch dazu viele vollgepackte Arbeitsstunden, um leben zu können? Dass weniger Arbeit ersparte Mühe bedeutet: Warum gilt die Gleichung nicht?
Den Gründen dafür wollen wir in der Veranstaltung nachgehen. Es wird zu zeigen sein, dass die allseitige Sorge um die Arbeitslosigkeit nicht mit einer Sorge um die Arbeitslosen zu verwechseln ist, dass es näher besehen ein vernichtendes Urteil über eine Gesellschaft ist, wenn in ihr ausgerechnet Arbeitslosigkeit ein Problem ist.

Der Krisenfall Griechenland

Der Krisenfall Griechenland
Vom Euro ruiniert – um Euro-Kredit kämpfend – am Euro-Regime scheiternd
Ein Lehrstück über Kredit und Macht in Europa

Mittwoch, 25. März 2015, 19:00
Amerlinghaus, Saal im Hof, Stiftgasse 8, 1070 Wien

Die Griechen haben eine linke Partei an die Regierung gewählt, die versprochen hat, mit dem Regime der Troika und der Austeritätspolitik zu brechen, unter der die Griechen verelenden und auch Staat und Wirtschaft keine Chance des Wiederaufschwungs, der Sanierung des Haushalts, der Wiedergewinnung nationaler Kreditwürdigkeit sehen.

Die neue Regierung kommt den Europartnern mit dringlichen Bitten angesichts der sozialen Nöte, mit der Drohung, ein Bankrott Griechenlands würde auch die Gläubiger und den Euro schädigen, mit dem Appell an das gesamteuropäische Interesse, dass nur ein wieder florierendes Griechenland die Schulden bedienen und die Vermögensansprüche der Partner retten könnte und würde: Europa müsse doch Interesse an einem funktionierenden Grenzland im Südosten haben.

Mit all dem gibt die Syriza-Regierung eines zu Protokoll: Auch sie will den Euro behalten – und die Anforderungen, die mit ihm an Land und Leute gestellt werden, erfüllen bzw. wieder erfüllen können. Damit bekennt sie sich zur Staatsräson ihres kapitalistischen Landes, die sie von ihren Vorgängern geerbt hat: Volk und Staat leben davon, dass sie den Euro, und das heißt den europäischen Kredit benutzen und europäischen Kredit rechtfertigen, indem sich das ganze nationale Leben als Quelle finanzkapitalistischer Bereicherung der Kreditgeber bewährt. Ein Ausstieg daraus erscheint den linken Staatsmachern als eine unrealistische, jedenfalls unattraktive Alternative. Dass Griechenland an der Aufgabe gescheitert ist und weiter scheitert, den im Land investierten Kredit zu Kapital und das Land zur Reichtumsquelle der Kapitalgeber zu machen, heißt für sie nur, dass die Europartner ihrem Land einen Schuldenschnitt, neue Kredite und somit eine weitere Chance dieser Bewährung einräumen sollen.
Mit diesem Antrag beißen Tsipras und Varoufakis in der Euro-Gruppe und vor allem bei deren faktischem Vorsitzenden Schäuble auf Granit: Keine neuen Kredite, keine Erleichterungen beim Schuldendienst ohne die Fortsetzung der Sparpolitik und ohne die pünktliche Erfüllung der entsprechenden Auflagen, die die auswärtige Aufsicht dem griechischen Staatshaushalt verordnet, egal wieviel das im Land ruiniert. Sie bekommen praktisch vorgeführt, dass die Griechen wählen können, wen sie wollen; die entscheidenden Festlegungen ihres Staatsprogramms und die damit einhergehenden Zwänge werden davon nicht berührt. Sie müssen lernen, dass der Kern ihrer kapitalistischen Staatsräson und dessen entscheidendes Machtmittel – Geld und Kredit – längst nicht mehr in griechischen Händen, sondern bei den mächtigen Euro-Partner liegen. Und sie müssen weiter lernen, dass diese Partner mit dem Gemeinschaftsgeld Euro anders rechnen, als ein griechischer Finanzminister sich das für sein Land vorstellt: Sie trauen Griechenland kein international konkurrenzfähiges Kapitalwachstum zu, wollen in das Land nicht noch mehr Kredit investieren, und gehen davon aus, dass die Stärke und internationale Reputation ihrer Gemeinschaftswährung an allem anderen mehr hängt, als am griechischen Geschäftsgang.
Dem Urteil hat die Athener-Regierung, egal welche, sich zu beugen.

Soll man das nur für Starrsinn und Engstirnigkeit des deutschen Finanzministers und eine schreiende Ungerechtigkeit halten? Besteht die richtige Antwort auf dessen national parteilichen Rigorismus des „guten Geldes“ darin, für die Klagen der Konkurrenten über deutsche Bevormundung Partei zu ergreifen und mit ihnen größere Freiheiten der Partner bei den Staatsschulden zu fordern? Statt „Sparen“ mehr „Wachstumsförderung“? Soll man Partei ergreifen für eine Politik, die für das kapitalistische Vorankommen des Staats das Volk wieder in Dienst nehmen will. Damit der Staat wieder Kredit genießt? …
Oder soll man meinen, Europas Völker müssten und könnten aus ihrer Gemeinschaft konkurrierender Staaten und dem gemeinsamen Geld doch ein irgendwie besseres, solidarisches Europa schnitzen, aus dem Kredit ein Lebensmittel der Völker machen, wenn wohlmeinende Regierungen das nur wollten – und Syriza als Auftakt zu diesem europäischen „Umdenken“ begrüßen.

http://alanier.at/Hellas2015.html