Damit du auch morgen noch brav zum Dienst antrittst, Lohnsklave!

Quelle: HC Strache, Facebook

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Die Preise steigen, die Löhne sinken, die Finanzierung des Lebens wird immer prekärer: unter Lohnabhängigen regt sich die Unzufriedenheit. Diese wird von allen Parteien angesprochen, um sie in Wählerstimmen zu transformieren. Darunter auch die FPÖ. Diese lockt mit einem wahnsinnig tollen Versprechen: Nicht mit günstigen Wohnungen oder Lebensmitteln – sondern billigem KFZ-Treibstoff. Wobei sie keinesfalls verschweigt, wofür das taugen soll: der gemeine Lohnabhängige soll auch morgen noch seinen Dienst antreten beim Unternehmen. Denn wo kommen wir denn hin, wenn das Kapital nicht mehr mit Lohnabhängigen versorgt wird, auf dass sie zu möglichst niedrigen Löhnen den Reichtum des Unternehmens mehren.

Damit wäre auch geklärt, warum die FPÖ keine Lohnerhöhungen fordert, mit denen sich die Lohnabhängigen nicht nur Benzin, sondern auch gutes und gesundes Essen und ein ordentliches Obdach leisten könnten – das würde ja die Unternehmensbilanzen schädigen, denn Lohnkosten sind immer ein Abzug vom Gewinn der Unternehmen und ihrer EigentümerInnen. Und es geht auch und gerade der FPÖ nichts über den auf dem Rücken der Lohnabhängigen aufgehäuften privaten Reichtum.
Daher auch fordert die FPÖ auch keine Preisregulierung des Benzins im Sinne eines Verbots von Preissteigerungen für die entsprechenden Konzerne – denn das würde sich bei denen ja in einem verminderten Gewinn niederschlagen. Stattdessen soll das Gewinnstreben der Ölkonzerne durch Subventionen befördert werden.

Der gemeine Lohnabhängige darf sich ruhig klarmachen, wie er in dem Vorschlag vorkommt: als Lohnsklave, der gefälligst auch morgen noch zur Vermehrung des Vermögens der Klientel Veit Sorgers und Leitls antreten soll.
Zu den üblichen Bedingungen: Einen Job gibt es in dieser wunderbaren Wirtschaftsweise nämlich nur, wenn es sich für das Unternehmen und damit seine EigentümerInnen rentiert. Ob es sich für den Lohnabhängigen rentiert, ob er ein Auskommen findet oder nicht – spielt hier keine Rolle, wie die ständig sinkenden Löhne, die Zunahme von prekären Beschäftigungsverhältnissen, kurzum: die wachsende Armut beweist.

Wem angesichts dieser Verhältnisse nichts anderes einfällt, als den Lohnabhängigen solche Vorschläge zu servieren, wie es die FPÖ macht, dient dem Kapital und dessen Versorgung mit untertänigen Lohnsklaven – und arbeitet damit gegen die Lohnabhängigen. Und Lohnabhängige, die sich davon einlullen lassen, schädigen sich selbst.

Die Lohnabhängigen brauchen keine Benzinsubventionen, um brav zur Ausbeutung anzutraben, sondern eine Gesellschaft, in der es um die Versorgung der Bevölkerung geht statt um den Profit der Unternehmen. Eine Gesellschaft, in der die Bedürfnisse – nach gesundem gutem Essen, ordentlichem Obdach, Gesundheit, Bildung und Kultur – und ihre Befriedigung im Vordergrund stehen – und nicht, wie heute, dazu genutzt werden, um Geld zu erpressen. Kurzum: eine Gesellschaft, in der sie nicht als auszubeutendes Material vorkommen, dem man dann noch schnell alles Geld abpresst, sondern als gestaltende Gesellschaftsmitglieder.

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