Stichwort Qualifikation

„Lern was gscheits!“ – diesen Spruch kriegt man nicht erst seit heute zu hören. Seit eh und je soll mit diesem Spruch ausgedrückt werden, dass man, ausgestattet mit den richtigen Kenntnissen, in dieser Gesellschaft vorwärts komme. Wer über die richtige Qualifikation verfüge, bleibe von Arbeitslosigkeit und Armut verschont. So stellt sich vielen jungen Menschen Tag für Tag die Frage, was denn als Qualifikation zu werten ist. Hier die Antwort.

Qualifikation = nützlich fürs Kapital

Was als Qualifikation gilt, bestimmt zuallererst das Kapital. Nämlich indem es die Menschen, die über die entsprechenden Kenntnisse verfügen, benutzt. Denn der normale qualifizierte Mensch ist lohnabhängig – und die Kenntnisse sollen für seine profitträchtige Benutzung werben. Damit das ordentlich funktioniert, etabliert der kapitalistische Staat ein Bildungswesen — womit dafür gesorgt wäre, dass das Kapital sich um Bildung nicht weiter kümmern muss –, und erst recht zahlreiche Titel: diese sollen dem Kapital das Aussortieren der Arbeitskräfte erleichtern. Zudem braucht auch der Staat ein paar Arbeitskräfte zur Aufrechterhaltung des wachstumsträchtigen Betriebs. Wie viele, ist allerdings eine politische Entscheidung, die jeweils verschieden ausfällt.

Die – *hust* – glücklicheren unter den Lohnabhängigen werden auserwählt und dürfen dann zumindest eine zeitlang andere reich machen: nämlich die Eigentümer des jeweiligen Unternehmens. Dafür gibt‘s einen Lohn, der natürlich knapp genug ist, so dass der lohnabhängige Untertan auch im nächsten Monat noch brav zum Dienst antritt, um mit dem Unternehmen sein Wissen „zu teilen“.

Die unglücklicheren unter den Lohnabhängigen werden gar nicht erst ausgewählt; oder aber nach einiger Zeit profitträchtiger Benutzung auf die Straße gesetzt. Das passiert gerne mal in Krisenzeiten, aber ebenso in Zeiten des Booms. Da muss ein Unternehmen nur eine andere Branche für gewinnträchtiger halten, und schon ist die alte stillgelegt; da muss ein Lohnabhängiger dem Unternehmen nur das Wissen dafür servieren, mithilfe dem er dann für überflüssig erklärt wird (z.B. als Informatiker ein Programm schreiben, das es ermöglicht, Programmierer wegzurationalisieren), und so weiter.

Das Nichtbenutztwerden ist identisch mit dem Urteil: du bist nicht qualifiziert dazu, andere reich zu machen. Dieses Urteil wird vom kapitalistischen Staat gerne unterzeichnet: nach einiger Zeit hat dann auch der Akademiker zum Hilfsarbeiterjob anzutreten. Das AMS klärt auf:

“Ich bin AkademikerIn. Ist mir eine Tätigkeit als HilfsarbeiterIn zumutbar?”

„Auf Ihren Wunsch wird während der ersten 100 Tage des Bezuges von Arbeitslosengeld selbstverständlich Rücksicht genommen. Vor einer Zuweisung in einen Beruf, der nicht Ihrer Ausbildung entspricht, wird überprüft, wie die bestehenden Chancen, in den erlernten Beruf zurückzukehren, durch die zugewiesene Beschäftigung beeinflusst wird. Wenn kein wesentlicher negativer Einfluss erwartet werden kann, dann ist die Vermittlung zumutbar.”

Also was jetzt? Was soll ich lernen?

Liesl Gehrer und der Brief (orf.at)

Diese Frage kann seriöserweise nicht beantwortet werden. Weder die Gelüste des Kapitals, noch die des Staats können vorhergesehen werden. Das zeigt auch ein Blick in die nähere Vergangenheit: Da werden Webdesigner händeringend gesucht und nach Platzen der New Economy Blase in die Abteilung Working Poor verschoben. Da studieren junge Menschen Rechtswissenschaften, weil es „was gscheits“ ist, und schon gibt’s zuviele Juristen und die meisten robben arm durchs Leben. Da schreibt die Liesl Gehrer allen Maturanten, dass sie nur ja nicht Lehrer werden sollen – und schon sucht man verzweifelt Lehrer. Aber Achtung: es braucht nur ein weiteres Sparpaket und schon ist die Klassengröße auf 40 Schüler angehoben und ein Teil der Lehrerschaft arbeitslos gemacht.

Es gibt hier also keine Sicherheit. Sicher ist nur eins: Wer vermögend auf die Welt kommt, kann auch vorbiblische Geschichte studieren oder mittelalterliche Lyrik — denn der muss seine Arbeitskraft ja nicht anderen verkaufen. Da stellt sich die Frage nach einer Qualifikation gar nicht erst.

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12 Gedanken zu “Stichwort Qualifikation

  1. Pingback: Die Verdummung der Ösis « [gdhv]

  2. Pingback: Anleitung zum sicheren Job… « Wut im Bauch…

  3. Dann ist es also besser nichts zu lernen und für eine Nomenklatura von grossen kommunistischen Führern die Drecksarbeit zu verrichten.

    Selten so einen Schwachsinn gelesen… ausser vielleicht beim faschistoieden Stefon

  4. Rosa Zetkin!

    Ich bin – um in eurer Sprache zu reden – ein Lohnabhängiger! Und ich bin gerne ein Lohnabhänbgiger! Natürlich könnte ich mir meinem Wissen und Fachverstand auch ein Unternehmer sein. Will ich aber gar nicht.

    Unternehmerrisiko, unendliche Arbeitszeiten, Sorgen um den Weiterbestand des Betriebes (und damit auch die Sorge: wie bezahle ich meine Mitarbeiter denen ich ihren Lohn schulde) – Nein Danke – da beziehe ich doch lieber Einkünfte aus unselbststäniger Arbeit.

    Unselbstständige Arbeit? Was ist denn das?

    Also da gibt es Leute die haben irgendwelche Bücher mit total überholten und bewiesenermaßen untauglichen Theorien gelesen (nicht unbedingt die Intention der Schreiber verstanden) und glauben dass es einfach sei die Welt in nur die beiden Kategorien Arbeiter (Fließband) und Kapitalist (Dicker Zigarrerauchender Blondine im Armhaltender arbeitende (Fließband) Arme ausnuteznder Widerling) gibt.

    Natürlich gibt es genau diese beiden Stereotypen! Doch dieses sind in einer staatlich reglementierten Volkswirtschaft nicht die Hauptrepresentanten.

    Der o.a. Artikel teilt die Bevölkerung aber genau in diese beiden Gruppen.

    Kein Wort darüber, wie schwer Unternehmer arbeiten, damit sie am Monatsende den Lohn auszahlen können. Kein Wort darüber dass sich junge Leute in überlaufenen Studienrichtungen versuchen, wo es schon zum Studienbeginn absehbar ist dass zum Zeitpunkt ihres vermuteten Fertigwerdens eine Akademikerschwemme in bestimmten Bereichen stattfindet.

    Z.B. Weil im obigen Artikel Jus angesprochen wurde: Jus ist IMMER gefragt!

    Nur halt oft nicht in dem Berich wo sich mache der feinen Damen und Herren gerne sehen würden; wie z.B. im Bankenbereich mit fantastischen Gehältern. Da müssen die jungen Juristen und Innen halt mal die Finger schmutzig machen und in vermeintlich „unzumutbaren“ jobs sich hochdienen!!!!!!!

    Häuptling kann ich nur werden, wenn ich zuerst Indianer war! (Vermutlich wirst du liebe/r Rosa diese Aussage nicht verstehen…. leider)

    Im Artikel wird angeführt dass keiner weis „welche Gelüste!!! (wie schwachsinnig!) das Kapital (als ob Kapital per se irgendwelche Gelüste hat) oder der Staat hat“. Das ist die Aussage eines populistischen unseriösen Politikers!

    JEDER!!! der in der Lage ist sinnerfassend ein Teilheft zu lesen kann für die nächsten 10 – 15 Jahre voraussagen welche Fachleute in dieser Zeit benötigt werden. (Im Falle der Lehrer konnte ich es schon vor rd 20 Jahren erkennen; nur mal so nebenbei bemerkt….)

    Wo krankt das System denn wirklich?

    Meiner Ansicht nach an vorallem zwei Dingen:
    1. An der Gier von diversen Leuten! ( die sich oft – um nicht zusagen – meistens im linken Lager finden)

    und
    2. an dem Unverstand der Zusammenhänge der Wirtschaft (kommt vom Lesen der fehlerhaften Theorien.)

    Das sind genau diese Leute die glauben die grossen Player zu sein. Sind sie aber nicht. Und damit laufen sie in die „offenen Messer“ der wirklichen Finanzhaie….

    Abschließend:

    Nicht die Qualifikation ist das Problem – das Problem ist die Grenze der Qualifikation zu erkennen…..

    • 1. „Natürlich könnte ich mir meinem Wissen und Fachverstand auch ein Unternehmer sein.“

      natürlich ist es so, dass ein lohnabhängiger das nicht einfach sein kann. genau das unterscheidet die zwei klassen: kapitalisten und proleten – der erste hat die wahl und kann auch prolet sein, der zweite ist prolet, weil er keine andere wahl hat.
      der prolet ist nämlich prolet, weil er über kein vermögen verfügt, mithilfe dessen er sich a.) reproduzieren kann und b.) darüber hinaus auch noch als kapitalist agieren kann. als kapitalist agiert man, wenn man geld investiert, um daraus mehr geld zu machen.

      dass man viel weiß, nützt einem eben nichts, wie zig uniabsolventen bezeugen können: denn es fehlen einem als prolet die MITTEL, um dieses wissen anzuwenden. nehmen wir den ingenieur: der mag einen guten abschluss haben, aber dieser abschluss führt nicht dazu, dass er eine fabrik hat. ihm fehlen also schlicht die mittel, um das wissen anwenden zu können.
      über dieses mittel verfügen andere — und diese wiederum verwenden den ingenieur und andere, um ihren zweck zu verwirklichen: aus geld mehr geld zu machen. und dabei ist der lohn immer ein abzug vom gewinn.

      du, porscheraser, bist also froh darüber, anderen als mittel zu dienen und dabei gleichzeitig als kostenpunkt verbucht zu werden. dazu „gratuliere“ ich dir herzlich!

      2. unternehmensrisiko, weiterbestand des betriebs …

      welches risiko trägt ein kapitalist denn? schlimmstenfalls das risiko, prolet zu werden – also einer wie du. der zweck eines unternehmens ist die geldvermehrung, und zu diesem zweck wird sich fremde arbeit angeeignet – und genau deswegen ist der lohn auch ein abzug vom angestrebten gewinn. der kapitalist trägt also das risiko, aus den arbeitern und angestellten möglichst viel rentabel herauszupressen. das und nichts anderes sichert dann auch den weiterbestand des betriebs – nämlich die positive beantwortung der frage, ob das profitstreben des kapitalisten in ausreichendem maße befriedigung findet. auf wessen kosten das risiko abgewickelt wird, ist oben festgehalten.
      wird die frage- ob das profitstreben ausreichend befriedigung fand – negativ beantwortet, lässt der kapitalist auch wieder die angestellten und arbeiter das risiko tragen: es hagelt wieder unbezahlte überstunden und ähnliches, also wieder relative verarmung, und kündigung. und wenn das unternehmen eingeht, dann dürfen sich die proleten auch bedanken dafür, dass sie das risiko tragen: sie sind es nämlich, die dann arbeitslos und damit um ihr existenzmittel gebracht sind.

      3. „da beziehe ich doch lieber Einkünfte aus unselbststäniger Arbeit“

      als hättest du die wahl. seit wann werden arbeitsplätze für proleten geschaffen, nur weil sie die gerne oder „lieber“ hätten? seit wann bestimmt das wollen des proleten die lohnhöhe? die realität ist: du bist eine abhängige variable, und als solche bestimmst du genau nichts.
      lesetipp: https://gdhv.wordpress.com/2012/03/18/der-linke-dreiklang-%E2%80%9Egute-arbeit-gute-lohne-gute-rente/

      weitere beantwortung im laufe des tages.

  5. ROSA !!! ich spreche von Unternehmern!

    Ich spreche nicht von den VerbrechernINNEN wie „Goldmann und Sachs“!

    Du solltest einmal in die reale Welt des Wirtschaftslebens eintauchen, dass du die Arbeit eines Unternehmers kennenlernst. Geh in eine mittelständischer Firma, z.B. eine Tischlerei mit 5-10 Mitarbeitern – und versuche zu erkennen wie sehr der Chef und die Chefin arbeiten um den Betrieb am Laufen zu halten!

    Nur wer Kapital hat —– DAS IST LINKSLINKER PROPAGANDA Blödsinn!

    Wer fleissig ist, wer eine gute Idee hat, wer Mut und auch den Willen hat kann eine Firma gründen. (Ich helfe gerade einer Freundin dabei – und die hat als Aktiva KEIN GELD!, nur eine paar alte Hobbymaschinen).

    Dass bei einem solchen Schritt keine Zeit mehr bleibt, um da irgendwelche Demos und linke Phantastencirkel zu besuchen ist wol klar. (Gilt genauso für die Veranstaltungen anderer legaler und illegaler Parteien). Da heisst es ARBEITEN BIS ZUM UMFALLEN!

    Du sprichtst vom Proleten: (ein Schimpfwort hier in Österreich) Also werde ich den Begriff auf Arbeiter abändern.

    Der Arbeiter der ungelernt in der Fabrik den immer gleichen Handgriff ausführt, den Bauarbieter dessen Horizont beim Bier in der KAntine endet, wird sich sehr schwer tun den Sprung in die Selbststänigkeit zu schaffen. Das sind dann die Leute die für die Neid- und Mißgunststreuenden (zumeist linke) Politikern das Stimmvieh machen. Das sind dann genau die Politiker die interessierrt daran sind, dass dieses Stimmvieh keinen sozialen Aufstieg schafft. Dann könnte ja nicht mehr der Neid geschürt werden – und die Partei würde Wähler (Stimmvieh) verlieren. (Marx lässt grüssen!).

    Jedem steht es frei zu lernen! Nur sollte ich meine Fachrichtung mit Bedacht wählen. Wenn alle Tischler lernen, dann werde ich Installateur lernen, Wenn alle Medizin studieren, dann werde ich Pharmazeut, Wenn alle Jus studieren, dann werde ich Wirtschaftsfachmann. Wenn ich wirklich gut drauf bin dann kombiniere ich zwei oder mehr Fächer (zB: Jus und BWL).

    Wenn ich mich an der Ist Situation oritentiere dann habe ich schon verloren! Google mal nach „Schweinezyklus“!

  6. Porscheraser, die Kritik ist doch gar nicht, dass Kapitalisten im Gegensatz zu den fleißigen Loharbeitern faul wären. Von daher schreibst du auch in Permanenz am Argument vorbei, wenn du nur immer wieder betonst, wie sehr die doch auch schuften müssten. Mag ja sein, dass es Kapitalisten gibt, die sich Tag und Nacht darum kümmern, dass ihr Geschäft, die Vermehrung ihres Geldes, läuft. Nur sind darin bereits die beiden elementaren Unterschiede benannt:

    1.) die Arbeit des Kapitalisten (sofern er die nicht an Manager auslagert) besteht im Management des Betrieben, also der Arbeit und des gewinnbringenden Verkaufs ihrer Resultate

    2.) die Arbeit des Kapitalisten besteht darin, dass sein Geschäft aufgeht, dass sich also sein Geldreichtum vermehrt.

    Woraus sich auch ergibt, dass umgekehrt die Lohnarbeiter Objekt dieses Managements sind, welches dem Ziel dient, den Geldreichtum des Kapitalisten zu vermehren. Weil aus diesem Zweck folgt, dass alles an die Lohnarbeiter gezahltes Geld ein Abzug von ihm ist, ergibt sich daraus als Ziel des Managements, die Lohnkosten auf ein Minimum zu drücken. Was wiederrum Folgen hat: die Menge Produkt, die man sich zu verkaufen erhofft, soll von so wenig Arbeitern wie möglich produziert werden, entsprechend ist der Arbeitsprozess darauf ausgerichtet und nicht darauf, bspw. Verschleiß der Arbeiter zu vermeiden. Und selbstverständlich soll deren Lohn soweit gedrückt werden, wie nur irgendwie möglich.

    Die Lohnabhängigen, welche, weil ihr Lohn nur unnötige Kosten mit sich bringen würde, aus diesem Produktionsprozess aussortiert werden, sind freilich auch nicht besser dran. Denn weil alles nur produziert ist, um den Kapitalisten Gewinn zu bringen, denn weil überall ein durch den bürgerlichen Staat garantierter Eigentumstitel drauf liegt, brauchen sie Geld für ihren Lebensunterhalt und ihre einzige Möglichkeit, an Geld zu kommen, liegt im Verkauf ihrer Arbeitskraft gegen Lohn. Deshalb sind sie ja Lohnabhängige.

    Wenn angesichts dessen nun behauptet wird, die erwerbslosen Lohnabhängigen hätten sich nicht vernünftig qualifiziert, so ist das ein schlechter Witz. Qualifikation ist nämlich allenfalls ein Mittel, sich in der Konkurrenz um einen Arbeitsplatz gegen andere Lohnabhängige durchzusetzen. Gelingt dies, so ist eben ein anderer Lohnabhängiger statt einem ohne Lohn, der sich dann statt einem sagen lassen kann, er hätte sich ja nur mal besser qualifizieren müssen, während man an seiner statt bei der Reichtumsproduktion für den Kapitalisten verschlissen wird. Das zum einen. Zum anderen ist es ja gerade der bürgerliche Staat selbst, der mit seinem Bildungswesen die Leute nach und nach vom Zugang zu weiterer Qualifikation ausschließt.

  7. Scharfekritik sagte:
    Zum anderen ist es ja gerade der bürgerliche Staat selbst, der mit seinem Bildungswesen die Leute nach und nach vom Zugang zu weiterer Qualifikation ausschließt.

    Somit wurdest dur von der Bildung ausgeschlossen? Oder doch nicht?

    Das heist du hast keine Schule besuchen dürfen, du hast keine fundierte Ausbildung erhalten dürfen, du hast keinen Uniplatz bekommen dürfen, wiel der böse bürgerliche Staat es dir verweigert hat. Habe ich das so richtig verstanden?

    Kann sein dass es in Deutschland so ist, ich kenn aber nur die Österreichischen Verhältnisse. Hier musst du in die Schule gehen! Hier musst du einen Grundstock an Wissen und Qualifikation erwerben, (auch wenn die Linke Wiener Regierung alles daran setzt, diese zu verhindern – dumm gehaltenen Menschen wählen links . ist ne Tatsache).

    Du hast hier in Österrich alle Moglichkeiten einen bestimmten Beruf zu erlernen – vorausgesetzt du willst ihn erlenen. (Zugegebenermaßen ist es beim Studium der Medizin und Psychologie relativ schwierig einen Studienplatz zu bekommen, jedoh nicht unmöglich). So schön langsam werden auch die Unterstützungen für die „Polit-Studenten“ gestrichen, das sind jene Studiosi die zwar inskribiert sind, sich aber lieber mit den „wichtigen Themen“ wie Genderwahnsinn, Anftifa-Faschischmus und ähnlichem Blödsinn beschäftigen. Wenn ich mir das anschaue dann sind das alles ultrakommunistische Auswüschse.

    Mir ist unverständlich dass man heutzutage noch einem System anstrebet, das durch und durch faschistisch ist, eine Idelogie die rd. 200 Millionen Menschen das Leben gekostet hat – also nein danke.

    Ach ja das hätt ich fast vergessen: die gebratenen Tauben fleigen im Kommunismus nur den Bonzen (=kommunistischen Kapitalisten und Staatsvertretern) ins geöffnete Maul. Der Arbeiter ist in ddem kommunistischen System eine echt arme Sau!

  8. Wenn du dich mit mir/uns in der Sache streiten willst, musst du schon auch beim Thema bleiben. Sonst läufst du nämlich Gefahr, als Troll eingestuft und entsprechend behandelt zu werden. Thema dieses Blogpostings ist weder ein kommunistisches System, noch das Wählen einer linken Partei. Alles, was du dazu vorträgst, kann kann folglich gar kein Einwand gegen die hier vorgebrachten Argumente sein.

    So, jetzt zu deinen Einwänden, welche sich auf das hier diskutierte Thema beziehen:

    Ja, es gibt eine Schulpflicht, ein paar Grundlagen nicht nur in Lesen, Schreiben und Rechnen, sondern auch in Stillsitzen, Gehorchen, Pünktlichkeit etc. pp. soll schon jeder beigebogen bekommen. Nur widerlegt das überhaupt nicht, dass durch das Bildungswesen im Kapitalismus ein systematischer Ausschluss vom weiterem Lernen erfolgt, dass also das Gerede von der Qualifikation, die man sich mal hätte aneignen sollen, folglich auch unter diesem Gesichtspunkt ein Hohn ist.

    Du sprichst den springenden Punkt sogar selbst an: jeder hat die Möglichkeit zu studieren oder einen bestimmten Beruf zu erlernen. Und was braucht es, um diese Möglichkeit auch ergreifen zu können? Man muss sich in der Konkurrenz gegen andere durchsetzen. Weil eine Konkurrenz notwendig Verlierer produziert, gibt es in ihr notwendig immer welche. Diese sind dann folglich von weiterer Bildung/ Qualifikation ausgeschlossen.

    Wie das geht, ist übrigens auch kein Geheimnis: anhand der Wiedergabe des vermittelten Wissens werden Noten vergeben und wer durch mittelmäßige und schlechte Noten dabei Probleme offenbart, wer also gerade mehr Wissensvermittlung nötig hätte, darf nicht mit auf die nächste Stufe der Bildungshierarchie. Wer bspw. auf die Hauptschule sortiert ist, kann sich nicht auf Gymnasium und Universität qualifizieren.

    Weil sie aber prinzipiell die Möglichkeit gehabt hätten, in der Konkurrenz auch zu gewinnen, wird diesen Leuten aufgemacht, dass sie sich nur mal hätten mehr anstrengen müssen. Aber selbst wenn ihnen das tatsächlich zum Erfolg geholfen hätte, wäre dann jemand anders, der gegen sie dann die Konkurrenz verloren statt gewonnen hätte, dann an ihrer Stelle und müsste sich das gleiche sagen lassen.

  9. scharfekritik:

    deine argumente sind für mich logisch, weshalb ich dir zustimmen kann. nur welches conclusio schöpfst du aus deinen erkenntnissen?
    es existiert ganz sicher ein verdrängungswettbewerb in unserem bildungs und erwerbssystem? die „schwächeren“ haben probleme am arbeitsmarkt und auch beim bildungserwerb. was ist deine lösung?

    ich finde durch das herstellen von konkurrenzsituationen ergibt sich stets auch ein mehrwert für die gesellschaft. ohne anreize (mehr geld, mehr ansehen etc.) würden viele errungenschaften, die wir alle geniessen, nicht existieren. deshalb bin ich dafür konkurenssituationen bestehen zu lassen.
    ABER und das ist der zweite teil meiner meinung dazu bin ich dafür, dass man mit den sog. „schwachen und verlierern“ anders umgeht. das beginnt schon damit, dass man sie nicht als „schwache u verlierer“ bezeichnet. viele menschen, die eben erwerbslos oder bildungsfern sind, fühlen sich aber so, weil man es ihnen dauernd einreden will.
    wir müssen akzeptieren, dass es menschen gibt, die keine jobs haben. warum auch immer. deshalb sind diese menschen aber nicht weniger wert. es muss gesellschaftlich als „normal“ gesehen werden, dass nicht jeder einen job haben kann. kein arbeitsloser sollte sich deshalb als schlechter mensch fühlen müssen, der es verabsäumt hat fleissig zu sein und sich bildung anzueignen.
    wir sind nicht alle gleich und jeder sollte seinen platz finden können.

    höhere bildung ist aber dennoch erstrebenswert. sie beinhaltet wenigstens einen kleinen funken hoffnung, dass man dann eher in der lage ist und auch die bereitschaft und notwendigkeit erkennt, dinge zu hinterfragen um sich nicht jeden schwachsinn ungefiltert einreden zu lassen.

  10. Scharfekritik sagte:

    ……., wer also gerade mehr Wissensvermittlung nötig hätte, darf nicht mit auf die nächste Stufe der Bildungshierarchie. Wer bspw. auf die Hauptschule sortiert ist, kann sich nicht auf Gymnasium und Universität qualifizieren.
    _______________________________________________________________

    In meinem Bekanntekreis sind Leute die haben die Hauptschule absolviert. Danach eine Lehre oder eine weiterführende Schule.

    Ein paar Beispiele von mir persönlich bekannten Hauptschulabsolventen:
    – HS, 3 Jährige Handelsschule, (Sekretärin) heute leitende Beamtin im gehobenen Dienst.
    HS, Mechaniker, – heute: Leitender Techniker, Dipl. Ing.; Mag. Dr. wird zum 2. Dr im Mai promovieren.
    – HS, AHS, Mag. Dr. jur. Ministeralrat.
    HS, Borg, heute Dipl. Ing. Wissenschaftler
    HS, HTBL – abgebrochen, heute Mitinhaber einer Ziviltechniker Firma.
    HS, Borg, Heute Mag. Jur, Rechtsanwalt und Grüner Gemeinderat.
    AHS – Matura (=Abitur) heute Tischler und Restaurator. (Schwimmt im Geld -. Termine hat er erst 2015 frei).
    HS, Lehre als Kaufmann, Soldat – heute Generalmajor

    Das sind nur einige der mir PERSÖNLICH bekannten Leute die mit Hauptschule Karriere machten! (der Tischler ausgenommen, der hat mit mir die AHS besucht)
    Oder ein AHS Schulabbrecher: Ist von unserer Schule geflogen – wegen permanenten Stören (und damit abhalten der andern Schüler vom Lernen) sowie mangelndem Schulerfolges. Heute Chef und Besitzer einer der grössten Firmen Österreichs mit Über 1500 Mitarbeitern!

    Also liebe(r) ScharfeKritik komm mir bitte nicht damit dass ein Mensch immer in der „Klasse“ sein muss in die er hineingeboren wurde.
    P.S. Mein Vater war bis zu seinem Tod der Leiter des grössten Amtes zu seiner Zeit und in seinem Ressort; als 6jähriger war er als ungeliebtes (Stief)Kind auf einem kleinen Bauernhof Kuh Halter. (=Rinderhirte).

    Eine Klassenlose Gesellschaft ist ein nicht funktionierender und utopischer Traum. Wir leben in einer Zeit in der man alles schaffen kann! Z.B. eine Tippse wird Minsterin, eine Zahnarzthelferin Verkehrsministerin, ein Studienabbrecher Bundeskanzler.

    ROLAND:

    Ein Gedankenexperiment:

    Stell dir vor jeder will ein Gott in Weiss sein, und jeder wird Arzt.
    Nach 10 Jahren können wir uns zwar am Gehirn udn Herzen operieren, doch wir können uns kein Essen mehr leisten, da wir kaum mehr Bauern haben.
    Nach zwanzig Jahren ist unsere zivilisaton zusammengebrochen da wir den Bauernstand nur mehr aus dem Geschichtsbuch kennen, Wir haben keine Tischler, keine Schreiner, keine Müllabfuhr, keine Banker keine Poliitiker mehr.

    (In der VWL nennt man diesen Vorgang den Schweinezyklus. Ist eine geniale Beschreibung von Angebot und Nachfrage und ein Bsp für das nicht gesteuerte freie Marktverhalten.)

    Aber wahrschienlich könnten wir dann Krankheiten mit dem Tricorder aus der SF Serie StarTrek heilen. Nur wen sollen wir dann heilen, weil wir inzwischen gar nicht mehr existieren?

    Oder wie sind wieder in der Steinzeit gelandet, unterdrückt von Barbarischen Unmenschen?

    Vollkommen stimme ich mit dir Überein, dass es Arbeitslose gibt die von manchen Arbeitenden als „minderwertig“ abgestempelt werden. Arbeitslos zu sein und Arbeiten wollen ist eine echt miese Situation. Kenn ich aus eigener erfahrung!

    Für mich ist es aber genauso mies, wenn es Mensche gibt, die das Sozialsystem, das geschaffen wurde um die Armen zu unterstützen, ganz bewusst ausnutzen und niemals vorhaben einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten.

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