Blick der zweiten Runde der Bankenrettung in die Augen, Kleine/r

Schon einmal erhöhte sich die Zinslast bei der Ausgabe von österreichischen Anleihen wegen der Ostengagements der österreichischen Banken. Ganz empört war man gewesen, z.B. der Kapitalistenfreund Schnauder.

Das war ein kurzer, aber vielsagender Vorgeschmack. Nicht ohne Grund haben österreichische Banken beim IWF interveniert wegen der ungarischen Bankenabgabe, das Geschäft geht eh schon ohne so schlecht. Zwar geht es bei der Bankenabgabe um lächerliche Beiträge (35 bzw. 44 Millionen), wenn man das mal vergleicht mit den Beträgen, mit denen man sonst so hantiert  – aber laut Brüllen hat sich noch immer rentiert.  Denn wo kommen wir denn hin, wenn der Bankensektor ein paar Millionen (nicht MRD) zahlen muss? Na eben, das geht ja wirklich gar nicht. Und mit dem Brüllen sind die Banken offensichtlich auf Gehör gestossen – wenig überraschend, das. Der IWF macht nun Druck auf Ungarn, die Bankenabgabe soll wieder abgeschafft werden, weitere harte Sparmaßnahmen gegenüber dem Volk seien nötig. Ungarn spielt derzeit aber nicht mit (aber nach den nächsten Wahlen wahrscheinlich).

Wie auch immer: ziemlich klar ist, dass die österr. Banken, zuvorderst die Erste und die Raika International, so oder so Probleme kriegen.

In Wien gingen die Kurse von Erste Bank und Raiffeisen International nach unten. Beide Titel belasteten auch den Leitindex ATX, der auch im Minus schloss. Österreichs Banken gehören zu den großen Kreditgebern in Osteuropa. Verschlechtert sich die wirtschaftliche Situation der Region, schlägt sich dies automatisch in ihren Büchern wieder und sie müssen höhere Vorsorgen für faule Kredite treffen. (derstandard.at, wie oben)

Und das nicht wegen dem Klacks von Bankenabgabe. Sondern weil sich Sparmaßnahmen negativ bemerkbar machen. Lange Rede, sehr kurzer Sinn: bald hat das österreichische Volk wohl einige Milliarden mehr zu schultern. Aber keine Angst: das Sparprogramm, das Ende des Jahres (nach der Wien-Wahl) verkündet wird, hat es in sich – immerhin wurde die österr. Regierung schon vor einiger Zeit von der EU dafür gelobt. Hier kennt man es ja noch nicht. Es wird sich wohl entsprechend gestalten.

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