Willkommen in der Euro-Zone, Estland!

Erfolgreich hast du hinter dich gebracht, was zu machen war, um zum Klub zu gehören. Die Gehälter der BeamtInnen hast du um bis zu 20% gekürzt, die Löhne in der Privatwirtschaft um bis zu 8%.  Den PensionistInnen, eh schon arm, hast du von ihrem Wenigen knallhart 10% weggekürzt, das Arbeitslosengeld hast du selbstverständlich auch gekürzt (sonst faulenzen die ja noch rum statt dem Kapital zu Diensten zu sein, wie es sich gehört!) – und gleichzeitig die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung für die Lohnabhängigen erhöht. Erhöht hast du selbstverständlich auch die Mehrwertsteuer, die bekannterweise die Ärmsten am härtesten trifft; und das Kindergeld musste auch dran glauben, da wurde auch gekürzt.

Heute hast du eine stolze Arbeitslosenquote von knapp 20%, 26 % deiner Bevölkerung leben unter oder an der Armutsgrenze. – Der Gini-Koeffizient ist in den letzten 20 Jahren von 23 (1988) auf 34 (2008) geklettert (1). Bravo! Marktwirtschaft ist eben was mit „Wohlstand für Alle!“ Mal ganz allgemein, und dann noch mal besonders, wenn es drum geht, den Standort herzurichten für den Währungsklub.

—–

(1) Je niedriger der Gini, umso mehr soziale Gleichheit.

Foto von tutam (Flickr)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s